Zwei Triathleten beim Größten Ironman der Welt

Am Sonntag den 07. Juli 2019 mischten sich Mike Walter und Henry Höntschel vom TV Valtenberg unter die rund 3800 „eisernen“ Teilnehmer des 21. IRONMAN Austria in Klagenfurt.

Punkt 6.30 Uhr wurden die Profis im Strandbad Klagenfurt vor den zahlreichen Zuschauern auf die Strecke geschickt. Ab 6.40 Uhr begann der Rolling Start der Age Groups. Aller 5 Sekunden starteten 4 Sportler. Es dauerte ca. 1h bis alle im Wasser waren. Der Rolling Start soll das Drafting beim Radfahren minimieren. Die schnellsten Schwimmer starten zuerst, die nicht so schnell sind später. Dieses Jahr musste ohne Neoprenanzug geschwommen werden, da die Wassertemperatur über 24,5 Grad lag. Die Einteilung in die einzelnen Startgruppen ist Verantwortung des Sportlers, welche leider nicht überprüft wurde. Viele Starter konnten ihre Schwimmzeit ohne Neo nicht einschätzen und so starteten langsame Schwimmer eher und schnelle Schwimmer mussten sich an den Langsamen vorbeiquälen. Die letzten 900 m des 3,8 km langen Schwimmkurses „wühlten“ sich die Sportler durch den Lendenkanal, um dort von den Helfern aus dem Wasser gezogen zu werden. Nach 1:13 h für Mike und 1:50 h für Henry war diese Disziplin geschafft.

Erstmals bei einem Qualifikationsrennen für die WM in Hawaii musste nun die 180 km Radrunde als eine Runde gefahren werden. Die erste Schleife ging durch den Kärntner Zentralraum mit St. Veit und Feldkirchen. Die zweite „alte 90 km Schleife“ führte erst am Südufer des Wörthersees entlang, ehe sie von Velden nach Rosegg und weiter nach St. Niklas (max. 10 % Steigung) verlief. Doch das Alpe d`Huez des Ironman folgte erst nach gut 150 km – der Rupertiberg, von St. Egyden 3 km mit max. 12 % Steigung hinauf. Gesamt standen knapp 1500 Hm auf der Uhr.

Nach 5:04 h auf dem Bike wechselte Mike in die Laufschuhe. Da war das Wetter noch warm und trocken. Henry hatte diesen Part nach 6:14 h geschafft. Ihn erwischte auf dem Rad ein Gewitter mit Sturmböen und Starkregen.

Die anschließende Laufstrecke führte zuerst nach Krumpendorf und dann in die Innenstadt von Klagenfurt. Diese Runde wurde zweimal gelaufen. Die letzten 2 km ging es durch den Park am Wörtherseestrandbad bis zur IRONMAN-City. Hier wartete auf die Finisher ein grandioser Zieldurchlauf.

Bei den Männern siegte der Däne Daniel Bækkegård in 8:14h. Zweiter wurde Stenn Goetstouwers (BEL – 8:25 h) knapp vor David Plese (SLO).
Einen Start-Ziel-Sieg feierte die Schweizerin Daniela Ryf in 8:52 h. Platz 2 und 3 belegten die Österreicherinnen Bianca Steurer (9:18 h) vor Gabriele Maria Obmann (9:43 h).

Mike lief den Marathon kontrolliert an. Die 10-Stunden-Marke war zum Greifen nah und so konnte er bei km 36 noch einen Turbo zünden. Mit einer Laufzeit von 3:30 h finishte er im Klagenfurter IRONMAN-Hexenkessel seinen 2. Ironman in 9:57h als 170ter.
Auch Henry kontrollierte souverän seine Kraftreserven und benötigte für den Laufsplit noch 4:36 h. Er finishte am Wörthersee vor 1000en von Zuschauern in 12:55 h mit Platz 2843. Für Henry war es der 1. Ironman, nachdem er im Jahr 2010 schon BarockMan in Moritzburg wurde.

Noch mehr Herzklopfen war dann am folgenden Tag bei der Hawaii-Slot-Vergabe angesagt. Mit Platz 15 in der Altersklasse war eigentlich nicht mit einem Slot zu rechnen. Doch die zahlenmäßig stärkste Altersklasse bekam 6 Slots, sogar einen mehr, da es in einer AK keinen Starter gab. Nachdem einige Sportler auf ihren Start in Kona verzichteten kamen die Slots bedrohlich nahe. Der 14. in der AK nahm den letzten Slot und so verpasste Mike die Hawaii-Quali um 76 Sekunden. Da dies jedoch nicht das Ziel war, war es für beide Starter ein gelungener und erfolgreicher Ausflug ins wunderschöne Kärnten.

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